Kliniken & Zentren
Patienten & Besucher
Aktuelles
Aufenthalt
Kliniken & zertifizierte Zentren
Unternehmen & Ansprechpartner
Einrichtungen
Krankenpflege
Hygiene + Qualität
Soziale Dienste
Service
Jederzeit
Jobs & Karriere
Ärzte & Zuweiser
26.07.2018

„Nach einem Unfall schnelle Hilfe“

Vinzentius-Krankenhaus in Landau weiterhin zertifiziertes regionales Traumazentrum

Das Vinzentius-Krankenhaus in Landau wurde als regionales Traumazentrum rezertifiziert. Dieses ist darauf spezialisiert, schwer Verletzte nach einem Unfall zu versorgen. Ein Interview mit Dr. Werner Jung, dem Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Vinzentius-Krankenhaus.

 

Das Vinzentius-Krankenhaus ist seit 2008 als regionales Traumazentrum zertifiziert – als einziges in der Südpfalz. Was bedeutet das für die Region?

Das regionale Traumazentrum bedeutet für die Menschen in der Region, dass wir im Vinzentius-Krankenhaus täglich 24 Stunden, an 7 Tagen in der Woche und an 365 Tagen im Jahr bereit stehen, um Patienten mit schweren Unfallverletzungen hier vor Ort zu versorgen. Dahinter stehen hoch qualifizierte Mitarbeiter in der Klinik, in der die Patienten aus der Südpfalz auf einem hohen Niveau versorgt werden.

 

Wenn jemand schwer verletzt ist, muss die Hilfe schnell erfolgen. In der ersten Stunde muss viel Hilfe geleistet werden ...

Wir sprechen von der „Golden hour of trauma.” In dieser einen Stunde sollte der Patient soweit versorgt und diagnostiziert sein, dass die Primärversorgung abgeschlossen ist; dies umfasst die komplette Untersuchung des Patienten von Kopf bis Fuß, mit Ultraschall, mit Laboranalyse, mit Beatmung, mit Computertomogramm, Röntgenuntersuchung. Das ist eine der Hürden, die für die Zertifizierung erreicht werden müssen. Wir halten die Stunde gut ein. Um die Anforderungen der „Golden hour of trauma“ zu erfüllen, ist eine gute Organisation und Logistik erforderlich. Diese Vorgaben stammen von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Um diesen Rahmen einzuhalten, wurde ein bundesweites Traumanetzwerk aufgebaut. Wir sind ein Teil dieses Traumanetzwerkes.

Welche weiteren Kriterien müssen erfüllt sein, um die Rezertifizierung zu erhalten?

Für die Rezertifizierung ist eine hohe Anzahl an Patientenversorgungen erforderlich, die in jedem Jahr nachgewiesen werden müssen. Die Rezertifizierung findet alle drei Jahre statt. Man muss über den langen Zeitraum zeigen, dass man jedes Jahr 40, 50 Patienten mit einer schweren Verletzung im regionalen Traumazentrum versorgt. Wir mussten auch darlegen, dass die Abläufe in unserer Klinik zur Versorgung der Patienten gut organisiert sind. So werden zum Beispiel alle Mitarbeiter aus dem Traumateam regelmäßig geschult und fortgebildet. Über einen zentralen Alarm wird das Traumateam gerufen und steht im Schockraum schon bereit, wenn der Notarzt den Patienten bringt: Unfallchirurg, Anästhesist, Radiologe, Oberarzt Unfallchirurgie, vier Schwestern, gegebenenfalls weitere Mitarbeiter.

Was bedeutetet die Rezertifizierung für das Vinzentius-Krankenhaus?

Das ist eine Auszeichnung für die erbrachten Leistungen in den vergangenen drei Jahren, aber auch ein Ansporn für die Zukunft, das Niveau der Behandlung weiterhin hoch zu halten und die Voraussetzungen für die nächste Rezertifizierung zu erfüllen.

 

Info

Regionales Traumazentrum in Netzwerk eingebunden

Das Vinzentius-Krankenhaus ist seit 2008 als einziges Krankenhaus in der Südpfalz als regionales Traumazentrum zertifiziert. Es verfügt damit über die Strukturen, das medizinische Fachwissen und die Ausstattung, um Schwerstverletzte nach einem Unfall optimal zu untersuchen und zu behandeln. Als regionales Traumazentrum gehört es zum Trauma-Netzwerk Pfalz, dessen Sprecher Dr. Werner Jung, der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Vinzentius-Krankenhaus ist.

Das Trauma-Netzwerk Pfalz und das regionale Traumazentrum arbeiten eng mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Rettungsleitstelle zusammen. Gemeinsam trainieren sie die nahtlose Zusammenarbeit bei Übungseinheiten. Ein wichtiges Thema ist auch, laut Chefarzt Dr. Werner Jung, auf mögliche Terroranschläge vorbereitet zu sein.