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21.06.2018

MRT auf Sattelschlepper sichert Patientendiagnostik am Vinzentius-Krankenhaus

Samstagnachmittag 9.6.18. Ein Gewitter mit ungewöhnlich hoher Entladung von Blitzen bringt in der ganzen Region Südpfalz die Stromnetze unter höchste Belastung. Kurzzeitig fällt für das Krankenhaus die allgemeine Stromversorgung aus und zahlreiche Geräte geraten unter Spannungsspitzen und in der Folge werden manche Systeme komplett unbrauchbar.

So sind an diesem Samstag neben Hardware der Informationstechnik auch die MRTs von Kliniken betroffen. Sie werden in Sekunden unbrauchbar und fallen bis zur Reparatur bzw. Neubeschaffung für mehrere Wochen aus. „Ein MRT benötigt eine supraleitende Magnetspule, welche dauerhaft mittels Helium auf eine Temperatur von ca. -269°C heruntergekühlt wird. An diesem Samstag wurde durch die Störung in dieser MRT-Kühlung das Helium abgeblasen und die Magnetspule hat ihre supraleitende Eigenschaft eingebüßt. Eine Reparatur wurde vom Hersteller des MRT mit ca. 5 Wochen veranschlagt, “ so Andreas Lüke, Technischer Leiter am Vinzentius-Krankenhaus.

 

Die Magnetresonanztomographie, abgekürzt MRT oder MR, ist ein bildgebendes Verfahren, das vor allem in der medizinischen Diagnostik zur Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper eingesetzt wird. Mit der MRT kann man Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugen, die eine Beurteilung der Organe und vieler krankhafter Organveränderungen erlauben. Ein Vorteil der MRT gegenüber anderen bildgebenden Verfahren ist der bessere Weichteilkontrast. Er resultiert aus der Verschiedenheit des Fett- und Wassergehaltes unterschiedlicher Gewebearten. Dabei kommt das Verfahren ohne schädliche ionisierende Strahlung aus. Eine weitere Verbesserung ergibt sich durch zwei Aufnahmeserien, ohne und mit Gabe von Kontrastmitteln, so werden z. B. durch eine intensivere Weißfärbung Entzündungsherde oder auch vitales Tumorgewebe besser erkannt.

 

Was wird unternommen, um den Krankenhaus-Patienten die schonende und wertvolle Diagnostik weiterhin zu ermöglichen? Geschäftsführerin Ilona Fleischer-Klisch betont „am Vinzentius-Krankenhaus in Landau geht man neue Wege und lässt bis zur Wiederinbetriebnahme des regulären MRTs im Haupthaus für die kommenden Wochen ein mobiles MRT auf Sattelschlepper vor dem Gebäude aufstellen.“ Der vollständig geschirmte Aufbau ermöglicht es die geplanten Untersuchungen fortzuführen. Dazu begeben sich die Patienten statt zur Radiologie zu dem riesigen Sattelschlepper auf den eigens dafür gesperrten Parkflächen vor der Kinderklinik. „Der Anschluss des mobilen MRT an das Bildsystem der Radiologie im Krankenhaus garantiert den untersuchten Patienten die gleiche Qualität in der Diagnostik wie bisher, nur der Weg dahin ist vorrübergehend verändert,“ erklärt Oberarzt Dr. Taha Safi. Die Spannung und Erwartung vor dieser Untersuchung bei den Patienten wird sicher durch den Einsatz dieses besonderen mobilen Großgerätes einen eigenen Stellenwert erhalten.