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01.04.2019

Angetrieben von der Menschlichkeit

Im Vinzentius-Krankenhaus in Landau wird wieder ein Junge aus Afghanistan kostenlos behandelt.

Zwei Operationen hat der bald sechsjährige Safiullah in den ersten drei Wochen im Vinzentius-Krankenhaus in Landau schon hinter sich. Seit Anfang März wird der Junge aus Afghanistan wegen einer chronischen Knochenmarkentzündung am rechten Unterschenkel kostenlos behandelt. Weitere Eingriffe müssen folgen, damit er in etwa fünf Monaten wieder nach Hause reisen kann. Dr. Werner Jung, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, ist optimistisch, dass Safiullah nach der Behandlung wieder normal gehen kann.

 

[BILDTEXT: Ein bisschen Deutsch hat der kleine Safiullah schon gelernt, bescheinigt ihm Krankenpflegerin Michaela Roth. Im Zweifel kann er sich mit Händen und Gesten verständigen.]

 

Über 20 Kinder aus Afghanistan haben die Ärzte und das Pflegepersonal im Vinzentius-Krankenhaus in den vergangenen Jahren kostenlos behandelt, damit sie in ihrer Heimat mit mehr Optimismus in die Zukunft blicken können. Das Friedensdorf International in Oberhausen und Dinslaken hat sie zusammen mit anderen Kindern aus Afghanistan jeweils nach Deutschland gebracht und dann auf Krankenhäuser aufgeteilt, die wie das Vinzentius-Krankenhaus kostenlos die Jungen und Mädchen behandeln. Gerade erst im November war der knapp dreijährige Kairulla nach neunmonatiger Behandlung von Landau aus in seine Heimat zurückgekehrt.

Jetzt erfährt Safiullah diese Hilfe. Er hat sie auch dringend nötig, schließlich plagen ihn eine Fistelbildung, Eiterung und Fehlstellung an seinem rechten Bein. Auch bei diesem Jungen sei unklar, woher die Verletzung stammt, sagt Dr. Werner Jung. „Es ist aber sicherlich eine ältere Verletzung, die bestimmt seit einem Jahr besteht.“ Zu sehen sind alte Narben, die auf eine oder mehrere Voroperationen hinweisen. Doch die Anamnese ist unbekannt. Selbst kann der Junge nicht beschreiben, wie es zu der Verletzung gekommen ist. Über Safiullah ist beim Friedensdorf bekannt, dass er mit seiner Familie in ärmlichen Verhältnissen lebt und dass er insgesamt fünf Geschwister hat, davon drei ältere Brüder und zwei jüngere Schwestern. Die kleinere ist erst zwei Monate alt.

Eine Röntgenuntersuchung und eine Computertomografie haben deshalb zunächst Aufschluss über das Bein gegeben. Ein abgestorbener Knochen wurde entfernt, eine Antibiotikakette angelegt und das Bein mit einem äußeren Spanner behandelt. Als nächstes wird der Knochen wieder aufgebaut. Der Junge muss nun viel liegen. Dann beschäftigt er sich mit der Magnettafel oder spielt mit dem roten Spielzeugbagger.

Ein bisschen Deutsch hat er in seinen ersten Wochen in Landau schon gelernt, erzählt Krankenpflegerin Michaela Roth. Wenn er nicht weiter weiß, verständigt er sich mit den Händen und mit Gesten. Dann deutet er zum Beispiel auf den Schrank in seinem Zimmer, in dem sich die Süßigkeiten befinden. Eine Afghanin, die in Karlsruhe lebt, besucht ihn immer wieder, spricht mit ihm in seiner Muttersprache und bringt ihm Essen mit, das wie in seiner Heimat zubereitet wurde.

Um den Jungen wird sich also in vielerlei Hinsicht gekümmert. Besonders auch medizinisch, wie Dr. Werner Jung verdeutlicht. Zwei bis drei Operationen sind wohl noch nötig, bis Safiullah wieder richtig laufen kann. „Die Menschlichkeit“ treibe ihn und das Krankenhausteam an, sagt der Chefarzt. Deshalb behandeln sie den Buben – weil sie ganz konkret etwas beitragen können, dass er gesund in die Zukunft starten kann.

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