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30.03.2017

Arterienverkalkung – die unterschätzte Gefahr

Ein Engegefühl im Brustkorb, krampfartige Schmerzen in den Waden beim Gehen, Impotenz oder Nierenfunktionsstörungen, das alles können Symptome einer fortgeschrittenen Arteriosklerose, im Volksmund Arterienverkalkung, sein.

Ein Engegefühl im Brustkorb, krampfartige Schmerzen in den Waden beim Gehen, Impotenz oder Nierenfunktions-störungen, das alles können Symptome einer fortgeschrittenen Arteriosklerose, im Volksmund Arterienverkalkung, sein.

Die Krankheit ist nicht heilbar, ihre Folgen lassen sich aber mit einer individuellen Behandlung lindern. Was Patienten über die Behandlung wissen sollten, erläutert Dr. Jost Jenkner, Facharzt für Gefäß- und Viszeralchirurgie sowie Endovasculärer Chirurg und Endovasculärer Spezialist im Vinzentius-Krankenhaus Landau.

 

Herr Dr. Jenkner, wie kommt es zur Arteriosklerose?

Arteriosklerose ist vor allem eine Erkrankung des älteren Menschen, insbesondere bei dem Lebensstil in den Industrienationen mit wenig Bewegung und ungesunder Ernährung. Hauptrisikofaktor ist der Bluthochdruck, gefolgt von Rauchen, Blutfettstörungen und Diabetes mellitus. Alle diese Einflüsse schädigen die Arterien. Die Folge sind Ablagerungen an den Gefäßwänden bis hin zum Gefäßverschluss.

 

Welche Behandlungsalternativen gibt es?

Zum einen lassen sich Gefäße von innen mit einer Katheter-Behandlung wiedereröffnen. Vergleichbar einem Herzkatheter wird die Engstelle aufgedehnt und gegebenenfalls mit einer Gefäßstütze (Stent) offengehalten. Bei der zweiten Methode, der Gefäßchirurgie, wird entweder die Arterie geöffnet und die Ablagerung ausgeschabt oder eine Umgehung der Engstelle hergestellt, der sogenannte Bypass.

 

Sie führen im Vinzentius aber auch Hybrideingriffe durch. Was ist darunter zu verstehen?

Bei einem Hybrideingriff kombiniere ich die Operation mit dem Katheter-Verfahren. Typisch ist die offene Operation einer Engstelle in der Leiste und von dort aus die Behandlung einer Engstelle in der Wade mittels Katheter. Das machen wir, weil das Gefäß nur einmal für beide Behandlungen geöffnet werden muss. Das senkt das Risiko des Eingriffs, und die Patienten können schneller wieder nach Hause.

 

Worauf muss ich nach der Behandlung achten?

Das wichtigste ist, zu wissen, dass die Behandlung nur ein Symptom der Krankheit beseitigt. Die Arteriosklerose ist nicht heilbar. Sie können an der gleichen oder an einer anderen Stelle jederzeit wieder eine Engstelle bekommen.

 

 

Terminhinweis:

Details zum Thema „Endovaskuläre Gefäßmedizin und Hybrideingriffe – Was Sie darüber wissen sollten“ erläutert Dr. Jost Jenkner auf dem 15. Gesundheitsforum im Alten Kaufhaus in Landau am 1. April 2017 um 13.30 Uhr.

 

Kontakt:

Vinzentius-Krankenhaus Landau Cornichonstraße 4 76829 Landau Telefon: 06341/17-0 Internet: www.vinzentius.de